Was macht so ein Spielmann eigentlich den ganzen Tag, wenn er nicht gerade auf der Bühne steht sondern mit der Band durch die Lande zieht, um die Fans mit Live-Konzerten zu erfreuen? Der Tourneealltag bringt allerlei lustige, spannende und nachdenkliche Erlebnisse mit sich. In ihrem Tagebuch erzählen die Spielleute von Saltatio Mortis von ihren Abenteuern auf Konzertreisen – Impressionen aus dem Tourbus, Begegnungen mit Fans, Konzerte aus Künstlerperspektive oder News und Gossip vom Mittelaltermarkt. Auch im Studio und beim Songwriting tragen sich bemerkenswerte Begebenheiten zu, von denen man als Fan sonst nie erfahren würde (oder besser nicht erfahren sollte ...) – wenn nicht der eine oder andere Spielmann hier aus dem Nähkästchen plaudern würde. Die Spielleute berichten schonungslos, detailliert und aus erster Hand über das tägliche Leben eines fahrenden Musikanten ...


Row row row your boat...

Sonntag 29.8.2010, Mittelalterliches Phantasie Spectaculum, Speyer

Speyer... römische Siedlung, herrschaftliche Domstadt, Ort von Würde und kaiserlicher Pracht, 2000 Jahre Geschichte in wunderschöner Lage direkt am kraftvollen Strome des Rheins. Und dennoch – in den Geschichtsbüchern der Zukunft wird dieser Ort wohl (fast) ausschließlich deshalb Erwähnung finden, weil dort eines der wichtigsten Ereignissen der Musikhistorie stattgefunden hat: Der kleine Tambour erblickte hier das Licht der Welt.
Ja, es stimmt. Auch wenn ich es ungern zugebe, dass mich ein Ort in Deutschland und dann auch noch IN DER PFALZ so nachhaltig geprägt hat, so ist es doch die Wahrheit. Und Ihr wisst ja: Spielmannsmund tut Wahrheit kund. Das Lügen ist uns völlig fremd... Und auch wenn ich ständig viel Hohn und Spott von meinen Kollegen erleiden muss, so ist es doch ebenfalls die Wahrheit, dass erst die Franzosen die Pfalz und das ganze linksrheinische Gebiet mit Hilfe des Code Civil von der germanisch-heidnischen Steinzeit in die zivilisierte Welt der Neuzeit geführt haben. Alea wäre ohne diesen Einfluss wohl doch eher Kartoffelbauer geworden (ich hätte fast „geblieben“ gesagt...), statt unser werter Frontmann zu sein. Auch die dortige Sprache hat doch wunderbar von unserem Zutun profitiert! Welch Verlust wäre es, wenn man in Speyer, Haßloch oder sogar in Kaiserslautern heutzutage nicht nach seinem „Portmonnäää“greifen könnte, während man übers „Trottwaaa“ läuft und einem Bekannten erzählt, wie „mallaaaad“ man mal wieder ist.
Wie dem auch sei, vor diesem multikulturellen Hintergrund und mit dem Stolz der „grande nation“ ausgestattet, war es mir natürlich eine Freude, am Sonntag in meine Geburtsstadt zurückzukehren. Und ähnlich, wie es unserem Falk in Karlsruhe erging, war auch mir klar, dass an diesem Tage wahrscheinlich viele Bekannte, Freunde und vielleicht sogar Verwandte auftauchen werden, um zu sehen, was der werte Tambour denn mittlerweile so macht und wie es ihm in der Welt der Spielleute so ergangen ist. So kam es dann auch, ein großes Hallo folgte dem nächsten, es wurden Hände geschüttelt, Schultern geklopft, Umarmungen und Bussis verteilt und so manche alte Geschichte wieder ausgepackt. „Weißt du noch, als du damals...“ Ja ja, die guten alten Zeiten.

Das MPS in Speyer hat wohl wirklich das Potenzial, sich zu einem der interessantesten Termine im Jahr zu mausern. Ein überaus schönes und eindrucksvolles Gelände in Sichtweite des übermächtigen Doms (den Alea doch tasächlich in einer seiner späteren Ansagen als „Kirche“ bezeichnet...), dazu überaus motivierte und interessierte Besucher, die sich auch von Regenschauern in Monsunqualität nicht abschrecken lassen und in Scharen den Platz entern. So muss das sein! A propos Gelände: Besonders erstaunlich fand ich, dass die Veranstalter dieses Jahr weder Kosten noch Mühen gescheut haben und zusätzlich zu dem beachtlichen Bühnenprogramm auch noch eine Erlebnislandschaft in „Nordsee-bei-Ebbe“-Optik geschaffen hatten. Einige Abschnitte der verschiedenen Wiesen konnten durchaus mit dem Flair einer Wattwanderung mithalten, Respekt! Warum ich mich allerdings morgens bei der Abfahrt wider besseren Wissens dann doch für Sneaker entschieden hatte, anstatt meine Gummistiefel einzupacken, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Nun gut, wenigsten haben meine später getragenen Mittelalterstiefel jetzt eine wahrhaft authentische Optik. Schlamm sei Dank! Man braucht nämlich ewig, wenn man in diesem Morast von der Bühne zur Taverne kommen will oder Richtung Stallungen stapft, weil man mal für kleine Spielmänner muss. Mit einem Schlauchboot wäre ich wohl besser durch diese pfälzische Version der Everglades vorangekommen. "Row row row your boat, gently down the Schlamm..."
Muss ich eigentlich noch irgend ein Wort zu den absolvierten Shows verlieren? Ok, dass wir selbst jeden Menge Spaß beim Spielen haben und es wirklich sehr genießen, auf der Bühne zu stehen, dürfte mittlerweile auch dem Letzten klar geworden sein. Das ist es, wofür wir leben! Aber dass wir überdies noch das grandioseste Publikum zu bieten haben, hat sich wieder mal in Speyer gezeigt! Leute, jetzt mal ganz im Ernst: Euch scheint es irgendwie fast egal zu sein, wie das Wetter aussieht – ihr feiert einfach IMMER mit uns! Wie geil ist das denn?!? Die Sonne verbrennt den Pelz? Egal, es wird gefeiert! Dann spürt man auch den Sonnenbrand nicht mehr so doll! Ein plötzlich einsetzender Regen versucht Euch zu verscheuchen? Auch egal, man gleicht einfach die innere Nässe durch Metkonsum und andere Alkoholika den äußeren Gegebenheiten an – und es wird gefeiert! Eine Windböe pustet euch die Falafel von der Hand? Noch egalerer, das bisschen was wir essen, können wir auch trinken – also wird noch mehr gefeiert! Manchmal sind wir so beeindruckt von Euch, dass wir sogar das Weiterspielen vergessen. Wie z.B. Elsi, der von der spontanen Crowdsurfing-Einlage eines gewissen leicht angeschickerten FolkMan derart fasziniert war, dass er doch glatt seinen Einsatz beim Schlussteil von „Pirates Life“ verpasst hat. Ok, FolkMans T-Shirt war nach oben verrutscht, aber vermaledeyt nochmal, das ist doch kein Grund... Oder Alea, der sich vor lauter Ehrfucht nach einem seiner Bühnensprünge flach darniederlegt, nur um Euch zu huldigen. So mancher behauptet vielleicht, er wäre ausgerutscht und hätte sich bündig auf die Fresse gelegt, aber nein... es war die Demut, die reine Demut, Freunde!
Auf jeden Fall: Hiermit geht mal ein fettes DANKE an Euch alle da draußen: Die besten Fans wo gibt auffer Welt! Gebt Euch beim nächsten Mal einfach selbst einen aus! *Ein trefflich Handgeklapper daselbst – es sei!*

Eine Frage bleibt allerdings: Warum um alles in der Welt muss die ortsansässige Feuerwehr und die Straßenreinigung DIREKT NACH VERANSTALTUNGSENDE die Zufahrtsstraße zum Gelände säubern? Auf diese Weise konnte kein einziger der Marktbeschicker noch irgendeiner der Künstler mit den Fahrzeugen in den gesperrten Bereich vorfahren, um das verpackte Equipment zu laden. Die Folge: ein 45 Minuten währender Stau, der sich nur schleichend wieder auflösen ließ sowie jede Menge fluchende SaMo-Crewmitglieder, die die schweren Cases durch den Regen zu einer geeigneten Stelle an der Straße schleppen mussten. Danke, Stadtverwaltung! *grmpf*

Dieses und viele weitere Rätsel (unter anderem, warum Lasterbalk sich plötzlich so zierte, als er von mir seinen ersten echten Kuss auf der Bühne bekam...) klären wir vielleicht im nächsten Jahr, wenn der Marktvogt wieder ausruft „Das MPS in Tambour-Ville, äh ich meine in Speyer ist hiermit eröffnet!“

Euer Franzos


Carnival of Dreams

Mühlheim an der Ruhr, Burgfolk Festival am 28.08.2010

Um 7 Uhr morgens klingelt mein Wecker.
Nun heißtes den Köper von Null auf Hundert beschleunigen und auf zum Frühstück. 
Gegen  7.35 sitzen wir im Sprinter und der Herr Lasterbalk versucht mir ernsthaft den Titel des „Henker am Lenker“ abzunehmen. So eine Frechheit!
Er macht seine Sache sehr gut und so kommen wir 250 Kilometer später, in einer Rekordzeit in Mühlheim an der Ruhr an.
 
Dort ist keine Zeit für Müßiggang, denn wir sind trotz der Leistung unseres Fahrers mal wieder hinter unserem Zeitplan. 
Gemeinsam mit unserer Crew stemmen wir die Saltatio Mortis Produktion auf die Bühne des Burghofes im Schloss Broich und beginnen mit unserem Soundcheck. 
Eine Dreiviertelstunde später ist auch dieser To-Do-Punkt mit einem Haken und wir beziehen unserem Backstage im Gebäude des Schlosses. 
 
Nachdem ich mich mit 2 Flaschen Wasser und einer Flasche Malzbier versorgt habe, begebe ich mich in unseren Sprinter, dort wartet mein Kissen, sehnsüchtig darauf meinen Kopf, für eine Mütze Schlaf zu betten. So verbringe ich ca. 1,5 Stunden. 
 
Nach dieser Augenringkur, bin ich endlich wieder mehr als ein Schatten meiner Selbst  und versorge meinen Körper mit einem von Fisch dominierten Mittagessen und Freunde mich mit den Kollegen von Fejd an. 
 
Gestärkt und gut gelaunt mache ich mich jetzt an den nächsten selbst gesetzten Termin des Tages, Sport. Dazu nutze ich ein unter Denkmalschutz stehendes und für den Publikumsverkehr nicht freigegebenes Mauerrondell. Ich muss ehrlich sagen ich hatte schon lange nicht mehr einen so stylischen Trainingsort. 
 
Nun kommt eine Planänderung und die Zeit wird knapp, denn um 19 Uhr steht eine Prüfung für meine Nerven an, die nur noch vom Auftritt selbst getoppt werden sollte. DORO ist bei uns zu Gast und als jemanden, der mit 16 einen Bravo Starschnitt von Ihr über dem Bett hängen hatte, bringt mich das ganz schön aus dem Konzept. 
Aber zurück zur Planänderung: 
Eigentlich dachte ich, ich könnte nach dem Training einfach schnell Duschen und mich für das Treffen mit der MetalQueen schick machen. Weit gefehlt, die einzige verfügbare Dusche ist im Ringloschuppen, also nicht vor Ort. Und so stehe ich wenig später, vom Sänger von Versengold ausgelacht, halb nackt und in Rasierschaum gehüllt auf der Männertoilette des Schlosses. Egal, wer schön sein will muss leiden. Und Doro ist diese Schmach dicke wert. 
 
Nun ist es 18.45, ich bin gestriegelt und für die Ankunft unseres Gastes bereit. 
Kurze Zeit später blicke ich in das strahlende Gesicht von Doro Pesch und bin glücklich wie ein Honigkuchenpferd, obwohl meine Nervosität und das Lampenfieber nun letztendlich Ihren Höhepunkt erreicht haben. 
 
Nur noch wenig Zeit zum Auftritt und ich bekomme nichts gebacken. Plötzlich fällt mir ein, dass ich noch nichts zu Abend gegessen habe und gerade merke wie mein Blutzuckerspiegel in den Keller saust. Kaum ist dieser Missstand behoben, bekomme ich Bauchschmerzen da ich viel zu schnell gegessen habe und mich während dem Kauen darin versucht habe meine Gräten zu dehnen. 
Egal es muss jetzt gehen, die letzten 25 Minuten bis zum Anpfiff verbringe ich mit einsingen und auf geht’s zum Bühnenaufgang. 
 
Dort stehen schon die restlichen Saltaten und zu meiner Beruhigung bin ich nicht der einzige der Heute etwas blasser um die Nase aussieht. Selten hatten wir so eine knisternde Anspannung vor dem Auftritt, was aber auch kein Wunder ist wenn man die Aussicht hat, an einen jahrelangen Traum, endlich einen Hacken machen zu können. 
 
Ich versuche mich noch ein bisschen mit tiefem Atmen und ein bisschen Tai Chi zu beruhigen und dann ist es soweit. SHOWTIME!!!
 
Die Menge rockt super, alles läuft wie am Schnürchen und Lied für Lied nähert sich der große Moment. 
Die Anspannung in mir wird langsam zur Qual und immerwieder erwische ich mich dabei wie ich zu einem kleinen Dachfenster im Schlossgebäude linse um dort einen Blick auf Doro zu erhaschen, was auch fast immer funktioniert. Denn unser Gast verfolgt dort lächelnd und im Takt nickend die erste Hälfte unserer Show. 
 
Dann beginnt Lasterbalk mit dem Trommelintro, meine Aufregung wird zur Rage und als ich den Satz „die schönste Frau der Wüste“ singe betritt Doro die Bühne. 
Zum Glück muss ich nicht direkt weiter singen, denn die Präsenz und die Stimme der Queen of Metal erfüllen meine Gedanken, ich bin wirklich glücklich. 
Das Publikum flippt aus. Die Überraschung ist geglückt und ich genieße die Achterbahn der Gefühle in vollen Zügen, die in einer herzlichen Umarmung von Doro und meinem öffentlichen Geständnis, einmal Bravoleser gewesen zu sein,endet. 
 
Doro verlässt fröhlich die Bühne und ich brauche noch ca. 2 Songs, um mich von einem Kuss auf die Wange zu erholen. Schade das ein ganz besonderer Mensch diesen Moment nicht mit mir teilen konnte. Aber das werden wir in Wuppertal nachholen.
 
Die Zeit und die Lieder fliegen dahin und schon sind wir beim Spielmannsschwur angekommen. Dort wird es noch einmal eng auf der Bühne und unsere Freunde von Feuerschwanz stürmen zusammen mit Doro die Bühne. 
 
Getragen von einem Meer von Händen und begleitet von den Stimmen der Gäste verlassen wir nach den Zugaben glücklich die Bühne. 
 
Im Backstage wartet Doro und gratuliert uns zu der geilen Show (Originalzitat). 
Wir verabschieden uns wie Freunde die sich schon seit Jahren kennen und ich gehe gerührt und beeindruckt zum Merchstand. 
 
Leider bleibt uns dieses Jahr die traditionelle Aftershowparty verwehrt, denn eine Stunde später sitzen wir in unserem Sprinter und sind auf dem Weg nach Speyer. 
 
 
Schlusszitat: Es war wunderschön im Schloss Broich, Danke an Alle die da waren und diesen historischen Moment mit uns, vor der Bühne geteilt haben. Danke an Doro, Michael (Veranstalter da selbst!), sowie alle Helfer. Ich hoffe wir sind bald wieder dabei, wenn es wieder ein Castelrock oder ein Burgfolk in Mühlheim zu feiern gibt. 


Der Tag in Bildern

Gießen, Burg Schiffenberg am 27.08.2010

10:30 - Packen im Studio 13:00 - Sitzplätze auslosen
13:24 - Sitzplatzgewinner 13:25 - Stau, der erste von Vielen
14:03 - Falk beim Arbeiten 14:48 - Elsi beim Arbeiten
17:00 - Ankunft, nach fast 4,5 Stunden Stau 17:15 - Soundcheck beginnt ... 
17:20 - Ouzo macht die Kopfhörer-Mixe 17:31 - der Chapman Stick von oben
19:34 - Es wird Nacht 19:52 - Herr Samoel zieht neue Saiten auf
19:53 - El Silbador assistiert 22:40 - Die Bühne wird abgebaut
22:53 - Wir geben Autogramme beim Merch 23:33 - Elsi und Falk spielen Orgel
 
01:12 - Ich gehe ins Bett!  

Wer braucht schon Schlaf?

Singen MPS 21.08.2010

5.30 ein neuer Saltatio Tag beginnt!
Zähne gewischt, Körper geduscht, Körper angezogen, Sachen gepackt, Auto beladen, Kaffe kalt werden lassen, zum Lager geheizt. Froh gewesen, dass es sogar den Blitzern zu früh war. Lager angekommen, LKW bestiegen und in Richtung Singen gedonnert.

Abfahrt sollte eigentlich 6.30 sein. Irgendwas ging schief. Ob das wohl an Sörens Verspätung lag? Dafür hatte ich noch das Glück den anderen Jungs die mit dem Sprinter fuhren einen schönen Morgen zu wünschen. Das alles hatte zur Folge, dass da der Sprinter ein wenig schneller unterwegs ist als der LKW, die anderen auch früher auf dem Markt waren und uns bereits ungeduldig erwarteten.

Angekommen, Klappe auf, Material ausgeladen, Merchstand hochgezogen, kleinstes Backstage Area der Saison bezogen und Zeltschnur Limbo getanzt (Das sollte uns noch den ganzen Tag und die ganze Nacht begleiten). Soundcheck gemacht und über Mons Begrüßung gefreut (ich mag Begrüßungen, scheinen sie doch oft formelhaft und belanglos sind freundlich Hallos, Handschläge und Umarmungen mit gelegentlichem Schulterklopfen und einem „Na wie geht’s“ wichtige Rituale für mich).

Irgendwie haben wir einen recht sportlichen Umgang mit den lieben Jungs von Vermaledeyt. Wer früher auf dem Platz ist, der checkt zuerst sein Material und sucht sich den schönsten Platz für den Merchstand aus. Wir waren diesmal die zweiten Sieger und konnten die Zeit noch dazu nutzen unsere Instrumente zu prüfen. Dabei musste ich feststellen, dass meine schöne wohlklingende Drehleier ein arges Problem hat, da sich der Tangentenkasten (das ist der Aufsatz mit den Tasten drin die man auch Tangenten nennt) von der Decke (das ist der obere Holzteil des eigentlichen Klangkörpers) löst. Man kann sogar noch sehen wo eigentlich Leim hätte sein müssen. Mein tag war eigentlich schon gelaufen. Meine Laune am Boden. Irgendwie war überall Pakistan. Entsprechend habe ich ein wenig herumgegrantelt und nur der unverwüstlichen Guten laune meiner Kollegen ist es zu verdanken, dass ich für das erste Set mit Freude uns Elan auf die Bühne konnte.

Hier muss ich aber auch mal Lasterbalk und Alea erwähnen, die mir beide mit gutem Rat die Drehleierkriese betreffend zur Seite standen. Es fühlt sich einfach an als ob der Spalt nicht durch mein Instrument sonder eher durch einen tief verwurzelten Weißheitszahn samt Zahnfleischentzündung geht. Nur mal ein Bild davon zu entwerfen.

Ein schönes Gespräch und einige wohlmeinende Ermunterungen im VIP Area der Drachenschänke durch unseren Afrika Pionier Gisbert in Lasterbalks Richtung später und mehreren leckeren Bechern Kaffe später war meine Welt wieder in Ordnung.

An dieser Stelle gebe ich folgende wahre Weisheit zum Besten:
Die Menge Kaffeepulver für eine handelsübliche Kaffeemaschine mit Schwall oder Tröpfchenbrühvorrichtung ist ein Dosierlöffel pro (!!!) Tassen und einem für die Kanne. Hugh (indiansich für: ich habe gesprochen (meinetwegen auch: How)). Danach empfiehlt es sich den Kaffee sofort nach dem Brühvorgang in ein Thermosbehältnis umzufüllen das möglichst luftdicht schließt, damit die den Kaffe bitter machende Oxidation verhindert wird. Kaffee ist eine Wissenschaft und sollte niemals auf die eine oder andere leichte Schulter genommen werden.

Die Tagessets verliefen wie im Fluge. Es macht unglaublich Spaß mit den Freunden zu musizieren. Ich zog den ganzen Tag vor Elsi den inneren Hut, da er mit bösen Schmerzen jeden Auftritt dennoch mit einem Lächeln auf den Lippen überwand.

Apropos Elsi (Bandslang für El Silbador, den schnellsten Dudler diesseits des Pecos). In unserem Schedule (Tagesablaufplan für Musiker die sich keine Uhrzeiten merken können (also mich))stand versehentlich statt des Loads (einladen des LKW nach Beendigung der Veranstaltung) eine weitere Nachtshow für 03.00 Uhr angesetzt. Samoel machte mich darauf aufmerksam, dass Elsi der Meinung war, dass diese Information völlig Korrekt sei und bat mich diesen Umstand den Tag über nicht aufzuklären. Offenbar war ich nicht der einzige und so dudelte Elsi den lieben langen Tag und die ganze Nacht in der vollen Gewissheit nach dem eigentlichen Nachtkonzert noch ein weiteres um 03.00 Uhr zu spielen. Innerlich bogen wir uns alle mächtig und freuten uns mit ihm als ihm erleichtert klar wurde, dass wir ihn einen ganzen Tag lang auf den Arm genommen hatten.

Und dann kam schon fast viel zu schnell das Nachtkonzert zu Füssen den Hohen Twiel. Eine beeindruckende Kulisse und mit einigen Erinnerungen behaftet. Unlängst hatten wir dort oben ein Photoshooting zusammen mit Otto und Hans, zwei sehr eindrucksvolle Photographen und ein über die Jahre wundervoll schrullig eingespieltes Team. Hans war auch beim Nachtkonzert, um sich daran zu gewöhnen und in Konzert und Auftrittssituationen abzulichten. Liebes Publikum der ersten Reihen. Es war also kein irrer Selbstmörder sondern ein wohl informierter Mitarbeiter der vor der Bühne zwischen den Feuersäulen Raftans umher tanzte.

Danke für dieses Konzert! Wir waren alle mächtig zufrieden und bester Laune als wir nach zwei Zugaben die Bühne verlassen durften. Nur um dann noch zusammen mit den Säcken von Vermaledeyt an Toms Taverne zu spielen bis die Polen...öhm... die Bu... der Schnittla... na eben die Gesetzeshüter im Interesse der öffentlichen Ordnung und vor allem der allgemeinen und allseits geschätzten Nachtruhe unserem Treiben Einhalt geboten.

Sack geschultert, abgebaut, LKW eingeladen, Klappe zu, abgefahren. Im wahrsten Sinn des Wortes ein abgefahrener Tag. Von tiefsten Tiefen zu höchsten Höhen. Insgesamt 22 Stunden wach. Mein Bett begrüßte mich mit wohligem schmatzen, als mein verschwitzter ermatteter aber zufriedener Leib sich hineinfallen ließ.

Ach so, meinen Kaffee, den nehme ich mit Milch.

Lieber Gruß,
euer Falk

P.S. Für diesen Tourtagebuch Eintrag bin ich die Mahnstufe 1 unseres Tourtagebuch Beauftragten Bruder Frank gedonnert. Ich bitte diese Verzögerung mir nachzusehen und gelobe Besserung!


Neues von der Amarula-Front

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, Sierhagen am 14.08.2010

Mein Freitag beginnt um 07:00h morgens. Ich sehe zu, dass ich gegen neun am Proberaum bin, um den LKW zu laden und die restlichen Zelte, die wild verteilt im Proberaum liegen in unsere Camping-Kiste zu packen, denn wir haben nur einen „kleinen“ Bus für die Band und da passt nichts mehr rein, wenn Alea erstmal seine 10 Taschen verstaut hat. Moment mal, warum eigentlich Freitag? Das MPS-Sierhagen ist doch erst Samstags... hm, ach so. Sind ja doch über 700km und wenn wir morgens um 09:00h aufbauen wollen, sollten wir am Tag vorher anreisen.
Es ist mal wieder einer dieser „Ich fahr mittags in Karlsruhe los, bin den ganzen Tag auf der Autobahn und geh abends um 10:00h nachdem ich mein Zelt aufgebaut hab noch ein Absacker-Bier auf dem Markt trinken, das ich mir an irgendeiner Tanke besorgt hab“ - Tage. Und was machst du so am Freitag?
So ist es dann auch, wir fahren um halb zwei los, d.h. ich hab nach dem Einladen noch Zeit wieder nach Hause zu fahren, in aller Ruhe meinen Privatkram zu packen und noch einige Kleinigkeiten zu erledigen.
Alea fährt die erste Runde und steht die meiste Zeit nur im Stau. Das hätt‘ ich besser hinbekommen. Beim ersten Fahrerwechsel ist es bereits halb fünf und wir sind noch nicht mal annähernd in der Nähe von Kassel, das kann ja noch ewig dauern. Doch kaum sitzt ein anderer am Steuer, schon geht es schneller voran; kann aber auch nur Zufall sein.
Ich hab mir diesmal wirklich viel für die Fahrt vorgenommen, aber irgendwann, nachdem ich einige Kapitel gelesen, mehrere Alben durchgehört und ein paar nette Gespräche mit meinen Mitreisenden geführt habe, wird auch mir einfach langweilig. Es ist aber keine normale kurze Langeweile sondern die Erkenntnis, noch mindestens zwei bis drei Stunden in diesem Fahrzeug sitzen zu müssen und einfach nichts zu tun zu haben. Also: Zeit für‘s erste Bier.
Nach einem kurzen Halt an der Raste sind wir dann auch irgendwann auf dem Marktgelände in Sierhagen. Netter Platz, bin mal gespannt, wie‘s morgen bei Tageslicht aussieht. Empfangen werden wir an der Bühne daselbst mit ca. 120 selbstgebackenen Muffins, dazu gibt‘s noch ne Flasche Savanna und eine Zigarre, die sich unser Elsi für den Abend aufgehoben hat. Tolle Kombination. Zeit für‘s Bett - äh, Zelt.
Mein Schlaf wird jedoch unterbrochen durch anhaltenden Dauerregen, der langsam aber sicher das Außenzelt aufweicht - und das um halb sechs. Gegen sieben hört der Regen dann doch endlich auf und in mir wächst eine kleine Hoffnung auf einen einigermaßen Regenfreien Tag, doch diese Hoffnung wird gegen halb acht zunichte gemacht. Es regnet weiter, auch noch um neun, als unsere Techniker mit dem LKW ankommen ... und beim Aufbau ... und beim Soundcheck. Und als es dann immer noch nicht aufhört wie aus Kübeln zu gießen, wird es Zeit, die äußere Nässe innerlich auszugleichen und wie ginge das besser als mit einem Met oder einem Zimt-Tequila oder einem Calvados - oder einfach allem wild durcheinander und gleichzeitig und das den ganzen Tag lang!
So vergeht dann auch der Nachmittag mit einigen lustigen Runden an der Taverne und unsern Tag-Shows die, begleitet von unseren treuen Fans, auch richtig Spaß machen.
Und es wäre ja genauso schön weitergegangen, gäbe es da nicht einen gewissen Dirk vom Fladenladen, der es sich zur Queste gemacht hat, uns mehr Alkohol in den Rachen zu kippen, als Wasser vom Himmel fällt und mit einem breiten Grinsen im Gesicht reicht er uns bei jedem Konzert so einige Schnäpse auf die Bühne.
Wir haben alle unseren Spaß, doch einer legt es wirklich drauf an und will Rache für Kleinheubach! (siehe Tourtagebuch)
Was genau noch zwischen Lasterbalk und Dirk an der Taverne bis zum Nachtkonzert vor sich ging, kann ich nur wage vermuten und es würde den Rahmen dieses Tagebucheintrages sprengen, würde ich die konsumierte Alkoholmenge in handelsüblichen Dosen aufzählen.
Szenenwechsel: Kurz vor dem Nachtkonzert begebe ich mich in den Backstage, um meine Instrumente vorzubereiten. Auf der Laderampe des LKW sitzt unser Herr von Mümmelstein - und daneben? Eine in sich versunkene Gestalt mit einer Wasserflasche in der Hand. Lasterbalk kann also noch sitzen! Gut, es könnte schlimmer sein. Ok, es ist schlimmer. Er muss ja in einigen Minuten auf die Bühne und ein eineinhalb stündiges Konzert spielen, und das im Stehen. Als ich kurz an den beiden vorbei in den LKW gehe höre ich nur so Sachen wie: „ich w.. ww‘sssnnnich‘ wie i‘h n‘cher sdas Konssserd spi‘ln soll“ oder: „ddDDDU mussss alle Aans‘gen mchnnn“. Mit diesem Satz deutete Lasterbalk eindeutig auf Falk, der ihm beruhigend zusprach.
Mir war in dem Moment nur wichtig, auf die Bühne zu gehen, das Konzert so gut es geht zu spielen und zu versuchen, meine Lachkrämpfe unter Kontrolle zu bringen.
Wenn man mit dem schlimmsten rechnet, passiert zwar nicht unbedingt das Beste, aber man ist auch nicht enttäuscht. Und unser Konzert an diesem Abend hätte schlimmer enden können. Lasterbalk trommelte munter durch und hielt sich bei den Ansagen wie besprochen zurück, während Falk diesen Part mit Bravour meisterte. Selbst Sören, unser Bühnentechniker, der während dem Konzert ein Auge auf den Lästerlichen hatte und ihm sogar bis an die Bühnenkante folgte - für den Fall des Falls - musste nicht wirklich ernsthaft eingreifen.
Ich hätte keine Lust, am nächsten Morgen mit Lasterbalks Kater aufzuwachen; genauso ungern würde ich in Dirks Haut stecken wollen, der noch vor dem Nachtkonzert von vier Leuten in seinen Wohnwagen gebracht wurde und noch schlimmer wäre es, diesen Wohnwagen am nächsten Tag reinigen zu müssen...
... da fahr ich doch lieber wieder 700km zurück nach Karlsruhe!

euer Herr von Samoel daselbst


... und wiedermal herumgehonkt!

Hildesheim, Flugplatz - M'ERA LUNA, Sonntag 08.08.2010

Anstatt, dass ich mir wieder bei Marktleuten einen Kaffee schnorren gehe, dachte ich heut morgen nicht daran und wollte lieber einladen und schnell weg. Gut, dass ich mein Gepäck in den LKW eingeladen hab. Mehr Platz im Sprinter, müsste man meinen, aber - denkste! Ich mach den Kofferraum auf: Alles voll mit KWON Taschen! AAArgh! Die gehören bestimmt zu dem Typen, der immer mit KWON-Schuhen rumrennt. Ich fletz mich nach hinten zum Saml und harren der Dinge. Auf dem Weg nach Hildesheim sind wir 1000 Tode gestorben, weil der Typ mit den KWON Schuhen gefahren ist. Der hat die Dynamik und das Gefühl eines ... aber lassen wir das. Jedenfalls war uns schlecht, weil a) Vollgas/kein Gas einem den Magen umdreht und b) die Klimaanlage ja ausbleiben muss, um die Stimme zu schonen.
Endlich waren wir da. Ausladen! Was für ein entspannender Luxus nach dieser Fahrt. Gepäck in den Backstage und jetzt? Na klar! Rumhonken! Dazu gehört zum Beispiel, sich beim Catering vor zu drängeln und sich dann nicht entscheiden können, am Tisch fressen wie die Sau und dem anderen den letzten Windbeutel klauen (Sorry, Saml! ^^) und wärend eines Video-Interviews sich einfach dazustellen und dumm gucken. Nachdem mir dabei aber keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde, begann ich mich im Hintergrund in der Flurdeko zu verheddern und mich freizukämpfen. Ich bin auf die Aufnahmen gespannt. So! Jetzt nochmal fürstlich den Obama ins weiße Haus schicken und dann Show vorbereiten. Säcke stimmen heut super. Dann ab auf die Bühne. Show läuft und beim dritten Song kackt mir der D-Sack ab. Soundcheck lief doch gut?! Irgend ein Kabel oder Gerät war defekt. Nachdem ich 2 Lieder aber nicht mitspielte, was aber anscheinend niemandem auffiel, konnte alles seinen gewohnten Gang gehen. Nachdem wir die kalten Reste vom Mittagsbuffet zu uns nahmen, drängelte ich schon mit der Abfahrt. Eigentlich war 17:30 Uhr geplant. Da aber manche Leute nochmal aufs Gelände mussten, um ihren Schlüssel zu suchen, verschob es sich auf 18:30 Uhr. Die Rückreise war alles andere als angenehm, weil man in diesem neuen Mietfahrzeug absolut nicht schlafen kann. Dafür hatte ich bald mein warmes Bettchen wieder.


Von Behörden und anderen Katastrophen

Telgte, MPS am 7.08.2010

Als ich Freitagnacht das Festivalgelände betrete, denke ich zuerst ich hab zuviel getrunken, oder Gisbert, der Veranstalter er ist, möchte mir einen Streich spielen. Doch weder Teufel Alkohol, noch ein teuflischer Veranstalter spielen meinen Sinnen Streiche, sondern der Amtsschimmel hat sich ausgetobt - Behördenwillkür in Reinform: An ungefähr der Hälfte der wunderschönen alten Bäume auf der Planwiese sind überdimensionierte Fluchtwegbeschilderungen angebracht, die Umzäunung des Geländes ist löchriger als der viel zitierte Schweizer Käse (so viele Notausgänge sind plötzlich dort) und das ganze Gelände ist mit so vielen Flutlichtmasten umstellt, dass ein durchschnittliches Fußballstadion vor Neid erblassen würde. Doch damit nicht genug. Es fehlen sämtliche Schwedenfeuer, das sind die großen Scheiterhaufen, die ich seit einigen Jahren nicht mehr missen möchte, machen sie doch die Stimmung in der Nacht zu einem einzigartigen Erlebnis.
Um ehrlich zu sein hab ich nach der Katastrophe von Duisburg so etwas schon kommen sehen. Was mir aber in diesem Zusammenhang nicht in den Kopf will ist die Tatsache, dass nun Veranstalter, die ihr Handwerk wirklich verstehen und schon seit über 25 Jahren erfolgreiche und sichere Veranstaltungen auf den Weg bringen für die Fehler einer dummdreisten Stadtverwaltung bluten müssen. Doch leider ist das eben Realität und so nimmt ein MPS seinen Lauf, das nach der „professionellen“ Meinung einiger Lokalpolitiker nun endlich sicherer ist. Neben massiven Einschränkungen bei der Pyrotechnik, Schwierigkeiten mit der Beleuchtung durch offene Feuer und nicht zuletzt dem Lärmschutz ab 23.00 Uhr, frage ich mich einmal mehr ob ich noch in dem Land lebe, in dem ich leben will. Anstatt mit Fachleuten sinnvolle Regeln aufzustellen, ergehen sich Behörden wie Gesetzgeber in ein einer schlimmen Mixtur aus Lobbypolitik, Inkompetenz und der immerwährenden Angst womöglich nicht wiedergewählt zu werden. Oder kann mir einer erklären, warum zum Beispiel kommendes Wochenende die gleichen Pyroeffekte, auf der gleichen Bühne, abgefeuert vom gleichen staatlich (!) geprüften Mann, einmal erlaubt werden und für die zweite Show eine halbe Stunde später nicht? Warum wird ein Gasfeuer mit einem TÜV geprüften Gerät verboten, während „echte“ Pyrotechnik erlaubt wird?
Um nicht falsch verstanden zu werden, ich bin sehr für sicher geplante Veranstaltungen, ich bin bekennender Fan von Brandschutz und ich bin auch der Meinung, dass selbst bestehende Konzepte, die schon lange unfallfrei funktioniert haben, trotzdem weiter verbessert und auch immer wieder überprüft werden müssen, aber eben durch Fachleute und nicht durch Bürokraten, die leider eben genau nichts von Veranstaltungsgeschäft verstehen. Zu allem Überfluss beginnt es auch noch pünktlich, zu unserem vorverlegten (der Lärmschutz lässt grüßen) Nachtkonzert zu regen.
Was dann passiert kenne ich schon und es ist ein Grund warum ich diese Band so liebe. Wir fühlen ein deutliches „jetzt erst recht“ in der Bauchgegend und legen los. Wir tanzen im Regen, wir feuern uns und das sehr tapfere Publikum an, und wir schaffen es tatsächlich den Regen wegzuspielen und die gute Laune herbei. Es war eines dieser Konzerte, die im Gedächtnis bleiben, gegen alle Widrigkeiten haben wir gesungen, getanzt und Spass gehabt. So muss es sein und somit stehen wir in der guten Tradition von den mittelalterlichen Spielleuten, die ja auch mit der Obrigkeit zu kämpfen hatten! Nur schade, dass sich in den Köpfen der Stadtväter seit dem Mittelalter nicht so viel verändert hat ...


... Fremder kommst du nach Karlsruhe...

MPS Karlsruhe 31.07.2010

Karlsruhe, meine Heimatstadt. Nur unweit des Marktgeländes habe ich das Licht der Welt erblickt, ging ich zur Schule, habe in Discos hinter der Theke gearbeitet, habe mein erste Freundin geküsst , war studentische Volontär im Schloss und liegen meine Vorfahren begraben. Das alles und natürlich noch viel mehr ging mir durch den Kopf als ich die Bühne zu Füssen des Schlossturms betrachtete. Irgendwie spielt sich mein Leben seit der Band nicht mehr zu Hause ab sondern immer irgendwo im Lande Far-Far-Away und es ist für mich immer ein seltsames Gefühl das alles quasi vor meiner Haustür zu haben. Vermutlich lag es an all den Gedanken, dass ich als ich kurz davor war das Marktgelände zu betreten feststellen durfte, dass ich meine Drehleier zu Hause habe liegen lassen. Mit schlechtem Gewissen noch mal zurück und wieder hin, um zu erfahren, dass es anderen Kollegen ähnlich erging. Straßenbahn verpasst, Ohrhörer im Proberaum liegen lassen etcpp. Unser guter Kailight hatte seine liebe Not mit uns an diesem Tag. Zum Glück nahm er alles gelassen auf und unsere Crew, Jean und Herr Samoel stemmten das Ganze mit einem Augenzwinkern. Dann endlich in den Bauzaun artigen Mauern des MPS angekommen und mit den gewohnt geliebten Abläufen und Ritualen wurde es mir schnell wieder klar im Kopf. Soundcheck, Kaffee bei Tom an seiner Schenke und rein ins Gewand. Irgendwie hatte ich aus den Augenwinkeln ein lange vermisstes Banner entdeckt. Die „Badischen Schwertspieler“ hatte ihr Heerlager auf dem Grün aufgebaut. Lasterbalks und mein erster Mittelalterverein war vor Ort. Wir wurden freudig ins Lager eingeladen und fanden dann noch einige Zeit um diese auch wahrzunehmen. Es war wie ein zurück zu alten Wurzeln und ein Treffen mit alten Freunden. Alle waren ein wenig grauer, älter, verheirateter und kinderreicher. Jeder hatte viel zu erzählen und ich wollte mich eigentlich nicht losreißen, als es dann schon zum 3. Set des Tages ging. Unterwegs traf ich dann auch noch Fellows aus den alten Tagen des E.d.F.C (Erster deutscher Fantasy Club) und war einmal mehr in eine schöne und reiche Vergangenheit zurückgerissen. 

Zudem wollte meine Mama kommen und ich war echt nervös. Da das Fest richtig voll wurde habe ich sie leider nicht mal getroffen und nur über Telefon erfahren, dass es ihr gefallen hat. So etwas macht einen Sohn schon ziemlich stolz. Irgendwie fühlte es sich so an, als könne ich heute für all die Freunde und Bekannten spielen die mich über verschiedenste Stadien meines Lebens begleitet haben. Nahezu alle Epochen meines Lebens waren auf dem Markt und vor der Bühne vereint. 

Nach dem Nachtkonzert schließlich bin ich noch in zwei meiner Schulkameraden hineingelaufen denen ich dann noch ausgiebig den Markt und vor allem Toms Taverne gezeigt habe. Ich freu mich in Speyer da dann weiterzumachen wo wir aufgehört haben. Leider bedeutet so ein Markt vor der Haustür eben auch, dass man nicht so feiern kann wie man es sich wünscht, da man weiß, was man noch vor sich hat und irgendwie die eigene Kutsche noch nach Hause zu steuern hat. 

Nach dem Abbau saß ich noch entspannend zu Füßen des Schlosses. Über mir der Mond und der erleuchtete Schlossturm aufragend. Es war ein wahnsinns Tag für mich. Danke an alle die ihn unvergesslich machten! 

Euer Falk.


Homoerotik und kühles Nass - bis der Führerschein weg ist!

Köln, Fühlinger See 25.7.2010, Mittelalterliches Phantasie Spectculum

Köln, MPS am Fühlinger See. Welch eine wunderbare Location, welch ein toller Ort, um ein Konzert zu geben und welch grandiose Gelegenheit, sich nach getaner Arbeit einfach in die erfrischend kühlen Fluten zu stürzen. Das Gelände scheint wirklich wie gemacht für ein Mittelalterliches Spektakel und hatte uns bereits im letzten Jahr zu einer wahrhaft feucht-fröhlichen Feier eingeladen. Einem perfekten Wochenende steht also nichts im Wege. Außer vielleicht der Wetterbericht, der zumindest zeitweise den ein oder anderen Regenschauer verspricht. Nun, ein echter Spielmann lässt sich aber auch davon nicht beeindrucken, geschweige denn unterkriegen. Also auf nach Kölle... 

So denk ich es mir, als ich mich am Samstag auf den Weg Richtung Rheinmetropole mache und ahne noch nicht, welche Wendungen dieses Wochenende noch für mich bereithalten wird. Und während meine Spielmannskollegen mit ihrer Rockshow beim Veldenstein-Festival die Bühne entern, verbringe ich meine Zeit auf der Autobahn, düse in wahnwitziger Geschwindigkeit über die Fahrbahn, natürlich wie immer ganz links und mit ständig angeschaltetem Blinker ;) und höre mich durch einige Exemplare meiner CD-Sammlung. Ja, ich fahre an diesem Tag selbst und bin mit eigenem Auto unterwegs – ein Fehler, wie sich spätestens am nächsten Tag bei einer spontan eingestreuten Tavernenmucke herausstellen wird. Doch dazu später mehr. Ich reise also bereits am Vorabend des MPS an, um nicht am nächsten Morgen die Strecke fahren zu müssen. Und weil das auch unser Tourmanagement für sinnvoll erachtet, haben sie mir für die Nacht freundlicherweise sogar ein Hotel gebucht. Ist das nicht schön? Ja, das ist nicht schön... 

Warum? Nun, als ich in Good Old Kölle ankomme und per Navi mein Hotel gefunden habe, wird mir relativ schnell bewusst, dass dieser Abend wohl noch so einige Überraschungen birgt. Und dann kann ich nicht anders: Ich verfasse einen Hilferuf, ein schriftliches Memo meiner Verzweiflung, einen letzten Appell an die Menschlichkeit. 

Doch lest selbst: Ein offener Brief an meine Band... 

Liebe Band, 

soeben komme ich in Köln an, wo wir morgen beim Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum am wunderschönen Fühlinger See spielen werden. Ihr seid heute ja bekanntlich beim Veldenstein Festival, um die dortige Bühne mit einer zünftigen Rockshow zu beglücken - ich bin mir übrigens sicher, dass Ihr diese Aufgabe auch wieder mit Bravour meistern werdet (wehe, wenn nicht...dann gibbet Haue!). Wie gesagt, morgen sehen wir uns ja und werden gemeinsam die Hauptbühne beim MPS mit unseren Mittelalterklängen rocken und das Publikum zum Tanzen bringen. Ich hab mich also heute im Laufe des Tages auf den Weg nach Kölle gemacht, damit ich rechtzeitig vor Ort bin und nicht erst heute Nacht oder total früh morgens anreisen muss. Verantwortungsbewusster Spielmann, wie immer, so kennt man mich! Und nachdem ich nun in das freundlicherweise vom Management gebuchte Hotel eingecheckt habe, fallen mir ein paar interessante Sachverhalte auf, an deren Besonderheit ich Euch unbedingt teilhaben lassen möchte: 

Erstens: Als ich eben an der Rezeption meinen Zimmerschlüssel in Empfang nehme, sitzen rundherum im Foyer nur männliche Gäste herum und schlürfen an seltsam aussehenden Cocktails. 

Zweitens: Der mir ausgehändigte Zimmerschlüssel ist an einem rosafarbenen Schlüsselband befestigt, dessen Inschrift mir ein „Schlüsselerlebnis“ verspricht. 

Drittens: Der Stil und das Design des gesamten Hotels und vor allem das Zimmerambiente sind als überaus farbenfroh zu bezeichnen, um es mal vorsichtig auszudrücken. 

Viertens: Auf dem Tisch hier liegt ein Kunst-& Designmagazin, von dessen Cover mir – natürlich – ein Typ entgegenlächelt. 

Fünftens: Im Badezimmer steht ein Glas mit echt aufdringlich süßen Duftstäbchen. 

Sechstens: In meinem Zimmer sind jede Menge Spiegel angebracht, alle in Sichtweite des Bettes. 

Siebtens: Als ich den Fernseher einschalte, läuft gerade eine Sendung, bei der ein Fachmann über diverse Antiquitäten referiert und dabei vor einem historischen Kupferstich steht, auf dem ein alter, von Gram gebeugter, blinder Leierspieler zu sehen ist. (Kein Witz!) 

Achtens und damit Letztens: Der Bunker hier nennt sich doch tatsächlich „Friends“... Wollt Ihr mir mit dem all dem irgendwas sagen? 

Ok, ich weiß, ich weiß... letztes Jahr bin ich quasi fremdgegangen und hab mit einer anderen Band hier in Köln beim CSD gespielt. Nun gut, die anschließende Ladung Hohn und Spott auf, neben und hinter der Bühne war dann ja zu erwarten. Und als dann noch unsere CD in die Charts eingestiegen ist und wir ALLE irgendwelche Wetten laufen hatten, was wir tun würden, wenn so etwas unwahrscheinliches eintreffen sollte, waren Eure Ideen entsprechend schnell bei der Hand: Jeder hatte jeweils seine mal mehr mal minder witzigen Einsätze zu erfüllen und Samoel & ich sollten also mit einem rosa Auto zum diesjährigen CSD fahren (eindeutig eingekleidet vom bandinternen Fachmann für Homoerotik und Modeberater Mümmelstein). Und, ebenfalls klar, unser diesjähriger Terminkalender hat diese (zumindest für euch und Herrn Samoel überaus spaßige) Aktion leider zunichte gemacht. Wie schade aber auch... 

Aber jetzt das... Leute, wenn das ne geplante Aktion war, ziehe ich vor Ehrfurcht meinen nicht vorhandenen Hut und verneige mich hiermit respektvoll vor Euch und Eurem souverän abgeklärten Gespür für außergewöhnliche Späße ! 

Wenn es allerdings KEINE Absicht war, dann sitzt genau jetzt irgendwo ein Schicksalsdämon oder ein Gott des Zufalls und lacht sich amtlich kaputt. Oder er sollte es zumindest... Wie auch immer: Vielen Dank, Ihr Säcke! Wir sprechen uns morgen! ;) 

Euer Trommler (es war zwar echt knapp, aber trotz massiver Einflüsse immer noch hetero...) 

 

Ja, so schrieb ich an diesem Abend, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, ob meine Kollegen mich nun wissentlich in die homoerotische Falle gelockt hatten oder ob wirklich nur Kollege Zufall im Spiel war. Und was soll ich sagen? Der Teufel ist ein Eichhörnchen! In keinster Weise, so versichern mir meine werten Spielmannsbrüder am nächsten Tag, als ich beim Gelände des MPS ankomme, sei es beabsichtigt gewesen, mich so hinters Licht zu führen. Ganz im Gegenteil, man habe sich nach dem Lesen meines offenen Briefes (den ich natürlich auch per Mail an die Jungs verschickt hatte) ernsthaft und aufrichtig um mich und meine leibliche Unversehrtheit gesorgt. *Hust* Ja, genau... 

Wie auch immer, wer den Schaden hat, spottet ja bekanntlich jeder Beschreibung, von daher ist die Stimmung innerhalb der Truppe recht schnell auf einem gewissen positiven Niveau angekommen. Aufbau und Soundcheck verlaufen planmäßig und schon bald steht unsere erste Tagesshow an. Jedoch fällt mir kurz vorher noch ein prächtiges Paar „Hello Kitty“-Schwimmflügel in die Hände, die noch vom Vorabend im Backstagebereich liegen (Bruder Rectus hatte damit wohl tatsächlich eine Runde im See gedreht, eingekleidet in einem geschmackssicheren Borat-Badeanzug). Und wer muss immer als erstes herhalten, wenn uns Blödsinn einfällt? Richtig! El Silbador steht also gern zur Verfügung und zieht die Dinger bereitwillig an (mit ein wenig gewaltsamer Hilfe, versteht sich). Doch aus irgendeinem Grund will er damit einfach nicht auf die Bühne gehen... 

Nun, die Shows laufen dennoch super, der Platz vor der Bühne ist gut gefüllt und die Stimmung ist entsprechend euphorisch. So macht das Spaß! Auch die kurzen Regenschauer, die dann und wann vom Himmel fallen, können den Anwesenden die Laune nicht verderben. Respekt! 

Zwischen den einzelnen Tagesprogrammpunkten stehen dann noch ein paar weitere Dinge an, die im Leben und Wirken einer Band ebenfalls einen nicht zu vernachlässigenden Teil ausmachen: Nein, nicht Trinken und Zubern! (*Hallo???*) Sondern Interview-und Fototermine! Gemeinsam mit den Kollegen und den jeweiligen Interviewpartnern und Fotografen wird aber auch dieser eher geschäftlich wirkende Teil dann doch recht witzig. Vor allem unser Tourmanager Kai hat offensichtlich seinen Spaß und schmeißt sich fast weg vor Lachen, als er seine Band beim Posen vor der Kamera beobachtet. Und da soll man noch ernst gucken können... ;) 

Na ja, ganz ohne hochprozentige Getränke geht der Tag dann doch nicht vorüber. Spontan entscheiden wir uns, einen kleinen „walking act“ auf dem Gelände zu machen, also spielenderweise über den Platz zu ziehen, irgendwo Halt zu machen und gegen Getränke ein paar Stücke zum Besten zu geben. Ganz in alter Spielmannstradition eben! Und wie es der Teufel so will (manche nennen ihn auch Lasterbalk) folgt uns schließlich eine große Menschenmenge über den Platz und beschert uns reichhaltig flüssigen Nährstoff für unsere trockenen Kehlen. Warum unserem Herrn L. allerdings einfällt, dass ausgerechnet ICH an diesem Tag jedes einzelne gereichte Getränk zuerst probieren muss, bleibt mir ein Rätsel. Schließlich muss ich doch im Anschluss an die Abendshow noch mit eigenem Auto zurückfahren! Ach so, genau deshalb? Wer solche Freunde hat... Das Publikum liebt natürlich solche Aktionen und stimmt im Chor „Das war sein Führerschein, das war sein Führerschein...“ an. Nur gut, dass jeder Spielmann so manchen Trick kennt, um nicht verfrüht alkoholbedingte Ausfälle oder Leberschäden erleiden zu müssen (nun, wahrscheinlich jeder außer dem Herrn Mümmelstein...), sonst hätte dieser Abend übel ausgehen können. 

Doch so wird auch die im Anschluss gespielte Abendshow ein voller [sic!] Erfolg, die Anwesenden feiern, tanzen und singen mit uns und lassen sich auch vom zwischenzeitlichen Regen nicht davon abbringen. Solche Momente, wenn Hunderte Menschen vor der Bühne ausharren und sich nicht in trockene Unterstände retten, nur um weiterhin mit uns zu springen und unsere Musik zu zelebrieren, machen mir immer wieder die Besonderheit dieser Szene, die Besonderheit unserer Fans und Freunde klar. So etwas findet man nicht allzu oft und ich bin sehr sehr dankbar dafür, ein Teil davon sein zu dürfen. 

Nach dem Ende der Show bleibt dann sogar noch Zeit, um einen kurzen Sprung ins kühle Nass des Fühlinger Sees zu wagen, bevor der Abbau beginnt und das Material eingeladen wird. So lässt man sich das gefallen! Köln, wir kommen gerne wieder! 

Euer Tambour


On the road again

Neuhaus an der Pegnitz, Veldenstein Festival am 24.07.2010

Es ist mal wieder so weit. Um 7 Uhr heisst es Aufstehen und ich mache mich fertig. Heute geht es mal wieder zum Veldensteiner Festival, worauf wir uns sehr freuen. Um 8 Uhr bin ich am Proberaum und es geht mit dem Nightliner los in Richtung Franken.

Meiner Erfahrung nach muss man sich auf das Leben „auf der Straße“ erst gewöhnen. Ich glaube auch dass nicht jeder für ein Leben aus dem eigenen Koffer gemacht ist. Zusammengepfercht in Bussen und Nightlinern kommen so einige Angewohnheiten zu Tage, die man im normalen Arbeitsalltag (vor allem dem einer Band) nicht wirklich mitbekommt. Manche schauen Filme, der eine kann nicht rückwärts sitzen, der andere Schnarcht sogar in einer schaukelnden Koje, ein Weiterer geht sofort nach dem Einsteigen fast immer Schlafen und so weiter. Ich für meinen Teil versuche zu Arbeiten, wenn wir Nightliner fahren. Lesen, Musikhören, sowie Schlaf nachholen gehören ebenso zu meinen Beschäftigungen bei der Fahrt. Diesmal unterhalten wir uns über Filme. Alle die nicht in ihren Betten liegen sind sich einig dass „No Country For Old Men“ ein sehr guter Film ist. Ich übe noch ein wenig und schon sind wir auch da im schönen Franken!

Mit Falk mache ich mich auf ins Catering wo wir uns erst einmal Stärken. Wir schießen noch ein paar Fotos von der Burg und ich ziehe mich wieder in den Nightliner zurück um noch ein wenig zu Üben und noch liegengebliebene Mails zu beantworten. Leider erledigt sich das nicht von alleine.

Falk und ich haben noch ein Interview zu welchem ich rechtzeitig vor Ort bin. Das Gespräch nahm irgendwann eine Eigendynamik an und so redeten wir einfach drauf los, stellten uns gegenseitig Fragen um diese auch gleich wieder zu beantworten. Schwupps war eine Stunde vorbei.

Bis zur Showvorbereitung, ca. eine Stunde vor dem Konzert, war ich wieder im Bus. OK, es gab eine kleine Unterbrechung zur Stärkung.

Mit leichter Verspätung begann die Show und wir rockten was das Zeug hielt. Veldenstein und sein Publikum hießen uns herzlich willkommen und feierten mit uns. Wir hatten eine schöne Zeit. Leider konnten wir unseren letzten Song aus Mangel an Zeit nicht spielen, doch das Publikum sang den „Spielmannschwur“ auch ohne uns. Nachdem die Instrumente eingepackt waren ging es zum Autogramme geben. Denn auch dies gehört zum Musikeralltag dazu. Man traf bekannte Gesichter und wir hatten auch Zeit für das ein oder andere kleine Gespräch. Das macht immer sehr viel Spass da wir bei Festivals meistens eh nur im Backstage sind. Die Zeit verging und ich machte mich gegen 2 Uhr mit unserem Lichtmann Benni auf den Heimweg während die Band schon im Nightliner weiter nach Köln fuhr für den morgigen Mittelaltermarkt. Die Strasse hatte auch mich wieder, zwar in der Nacht und ein wenig Müde aber mein Bett empfing mich dann auch sehr erfreut gegen 5.15 Uhr.